Donnerstag, 21. August 2014

Zwischen Europa und Afrika

Hujambo?
Was den einen verstören mag, beantwortet der andere mit "Sijambo". Was es damit auf sich hat? - Naja, die eben genannten Beispiele entspringen der Amtssprache der ostafrikanischen Bevölkerung, dem Swahili. Irgendwann hat man sich auf Kisuaheli (Sprache der Swahili) geeinigt um sich verständigen zu können. Allein in Tansania existieren 128 Sprachen, welche von rund 41 Millionen Tansaniern gesprochen werden. Vor diesem Hintergrund bin ich sehr froh, dass mir das Erlernen EINER neuen Sprache die Kommunikation zur lokalen Bevölkerung ermöglicht.
       Für ein paar weitere Informationen kann ich den Blog meiner Mitfreiwilligen Anne Kaschler empfehlen: Anne in Tansania.
       Im Folgenden würde ich gerne einige Informationen über mein Projekt, das Land, meine Entsendeorganisation und die Finanzierung meines Projektes loswerden. Jedoch ist all das in meinem Spendenflyer nachzulesen und wenn ich mich nicht täusche, sind die Menschen, die meinen Blog verfolgen auch gleichzeitig diejenigen, die meinen Flyer zumindest mal in den Händen hatten. Falls nicht: meldet euch.

Naja, man mag es kaum glauben was man, meine Mama und auch ich für einen Aufwand betreiben muss, wenn man sich dazu entschließt, ein Freiwilligenjahr im Ausland zu machen. Nach Bewerbung und Zusage geht es erst richtig los: Spenden sammeln um den Spenderkreis aufzubauen, der nötig ist, um das Projekt mit den restlichen finanziellen Mitteln zu versorgen. Gegen jegliche Krankheit impfen lassen, die man bekommen kann dort wo ich hingehe(-fliege) und gegen die es einen Impfstoff gibt. Zum Arzt gehen. Über Land und Leute informieren (Dafür so viele Bücher ausleihen, dass regelmäßig die Leihfrist in der Bücherei verlängert werden muss. Mehr oder weniger kläglich an dem Versuch scheitern, die Amtssprache zu erlernen. Die wichtigsten Wörter und Sätze für den Anfang hab ich mir schon beigebracht, also wird das schon irgendwie werden. Auf jeden Fall ein Haufen zu organisieren, planen, lernen...Und: die verbleibende Zeit in Deutschland mit intensivierten Kontakt zu Familie und Freunden genießen.
       Ich habe zum Zwecke des schnelleren Erlernens der Amtssprache Swahili und zum beschleunigten Integrationsprozess und dem intensivierten Eintauchen in das lokale Leben mit allem drum und dran den Wunsch geäußert, in einer Gastfamilie untergebracht zu werden - mit Erfolg. Bereits in einer Woche werde ich bei unserem Mentor Rich (Richard) und dessen Familie untergebracht sein, worauf ich mich sehr freue, da dieser Mann super sein soll. Anne wird in einer anderen Gastfamilie untergebracht sein.

Mein Deutschlehrer bemängelte oft die Länge, Verwobenheit und Sinnhaftigkeit meiner Sätze und bezeichnete diese liebevoll als "Bandwurdsätze" - Herr Schenk, das war für Sie. Ich kann es immer noch, obwohl die Schule bereits einige Monate zurück liegt. Vielleicht ändere ich die Art und Weise meines Ausdrucks, wenn ich etwas schreibe, vielleicht auch nicht. Das wird sich zeigen. Was ich auf jeden Fall ändern werde ist...mich. Ob freiwillig oder unfreiwillig, dieses Jahr wird mich zweifelsohne verändern.
Behaltet den János 1.0 in Erinnerung, wie ihr ihn kennt und freut euch auf das Update in einem Jahr, den János 1.1
       Wer fleißig meinen Blog verfolgt, wird diesen Prozess der Veränderung vermutlich mitverfolgen können. Ich hoffe, hinterher wenigstens an meinem Aussehen wiedererkannt werden zu können. Für diejenigen, denen das nicht möglich ist, weil sie mich nicht kennen, hänge ich eine Ablichtung meiner Physe bei:



Meine Mission wird unter anderem darin bestehen während und nach diesem Jahr mit fehlerhaften Vorurteilen und falschen Informationen aufzuräumen - bei mir und anderen.
Ich werde jedenfalls mein Bestes geben, so offen und vorurteilsfrei an die ganze Chose heranzugehen wie es in meiner Macht steht.


Luftlinienentfernungstechnisch werde ich nur 6335,25 km entfernt sein, Routentechnisch jedoch über 10.000km


Mir steht der Sinn nach Schlaf, deshalb beende ich meinen epischen Monolog und melde mich zu gegebener Zeit wieder.

Kwa heri (bis bald),

János

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