Sonntag, 8. März 2015

Zeitreisen in der Gegenwart


Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe von „Zwei Meter Deutschland exportiert


In dieser Folge möchte ich einige interessante Dinge aufgreifen, die besonders meine Landsleute im Deutschen Land so nie erfahren hätten. Auf dem Programm stehen bewusstlose Käfer, Irrtümer mit der Kanzlerin, eine Gruselgeschichte und vieles mehr.
                Zum Warmwerden möchte ich euch bitten einen Spiegel aufzusuchen und zu versuchen, die „Augenbrauenwelle“ zu meistern. Das dient der der Auflockerung jener Muskeln und Sehnen, die euch helfen werden, diesen Blogeintrag aufmerksam zu verfolgen. Außerdem dient es der Belustigung jener Menschen, die euch dabei beobachten.
Aber Obacht! Bitte aufhören, bevor sich eure Augenbrauen verkrampfen – ich glaube nicht einmal das Internet hat ein Rezept, die Augenbrauen zu dehnen…
Menschen mit einer Monobraue haben einen optischen Vorteil.

So, und nun zum Eingemachten. „Marmelade“, würde Oma sagen.
Als ich vor einem halben Jahr, genauer vor sechs Monaten, hierher kam hatte ich ein Plastikbehältnis, mit praktischem Dosieraufsatz, gefüllt mit Honig aus der Heimat mit im Gepäck. Dieses war jedoch relativ schnell leer, obwohl ich es nur zu besonderen Anlässen herauskramte. Was ich aber während meiner Vorbereitungszeit für dieses Freiwilligenjahr in Tansania nicht herausfinden konnte war, dass es hier auch Bienen, dass es hier auch Honig gibt. Eines Morgens stand ein Glas tansanischer Honig auf dem Frühstückstisch (wir haben natürlich nicht drei Tische, einen für jede Mahlzeit. Die Bezeichnung des Tisches verändert sich, und das finde ich, ist schlau gelöst, je nach anstehender Mahlzeit. Zwischen den Mahlzeiten wird der Tisch aber einfach Tisch genannt.) und ich war sehr glücklich. Die Brotvielfalt, wie wir sie in Deutschland kennen, ist in jeder Hinsicht viel vielfältiger als hier. Ungetoastetes Weißbrot ist das einzige Brot hier. Auf meinem London-Austausch noch verflucht, habe ich mich längst daran gewöhnt und sogar eine ganz eigene Konsumtechnik entwickelt. Man nimmt zwei Scheiben, bestreicht die oberste mit „BlueBand“ (butterähnlich) und bestreicht dann die „BlueBand“-Schicht mit Marmelade oder Honig. Man spart sich Arbeit.
Bei Honig war ich. Vor drei Wochen fanden die Lehrerinnen bei mir an der Schule heraus, dass ich ein riesen Honig-Fan bin und mir wurde versprochen, dass ich am nächsten Tag ein Glas Honig aus dem Heimatdorf meiner Lieblingslehrerin erhalten werde. Das tat ich auch – es war köstlich. Also keine Sorge Mama, hier gibt es Honig!
                Bevor ich nun im Programm fortfahre, möchte ich kurz unterbrechen und bekanntgeben, dass ich zurzeit daheim bin, weil mein Magen sich scheinbar immer noch nicht an die fremden Keime und sonstige Erreger gewöhnt hat. Das wirklich interessante ist aber, dass heute eine gute Hand voll Lehrerinnen aus meiner Schule in unserem Wohnzimmer saß, als ich dieses auf Geheiß meines Bruders aufsuchte. Ein Krankenbesuch. Mein Gesicht verwandelte sich in ein großes Lächeln, denn damit hatte ich nicht gerechnet; aber rechnen können, da Krankenbesuche hier in Tansania an der Tagesordnung stehen. Ich werde in der Schule vermisst und ich muss sagen, dass ich auch so schnell wie möglich wieder zur Arbeit möchte. Besuche im Allgemeinen sind hier so selbstverständlich, wie sich in Deutschland die Hand zu geben. Hier wird kein Urlaub gemacht. Wenn man frei hat und wo anders hin möchte, dann besucht man Freunde und Verwandte. Reisen „ohne Sinn und Ziel“, so wie  wir Freiwilligen es getan haben auf unserer Safari, wird hier nicht verstanden. Andere Länder, andere Sitten. Aus diesem Grund habe ich mir angewöhnt zu sagen, dass ich entweder Arbeiten gehe (das Zwischenseminar in Moshi) oder eine(n) Freund(in) besuche, wenn ich „reise“.

Es sind vor allem die kleinen, auf den ersten Blick unscheinbaren Dinge, die mich so faszinieren, wenn ich sie entdecke. So finde ich es beispielsweise ziemlich beeindruckend, dass mein Bruder das Wissen und die Technik besitzt, einen Käfer bewusstlos zu drücken. Ich muss dazusagen, dass diese großen schwarzen Käfer immer angekrabbelt kommen, wenn wir abends auf den Felsen sitzen und Musik hören. Anstatt einen solchen Käfer nun wegzukicken (er würde wieder kommen) oder gar zu töten (er läge zermatscht an unserem Sitzplatz), nutzt Benard dieses Wissen, um ihn mit seinem Fuß bewusstlos zu drücken, also genau so viel Druck auf den Körper des Käfers anzuwenden, dass dieser das Bewusstsein verliert. Er kann diesen Moment spüren und ich möchte das lernen. Danach kann er weggekickt werden und wenn der Käfer wieder das Bewusstsein zurückerlangt ist er so verwirrt, dass er woanders hinkrabbelt. Diese Erfahrung regt mich an, in größeren Zusammenhängen zu denken. Das Verhältnis der Tansanis zur Natur, die Beziehung zu Tieren.
Vermutlich gibt es in Deutschland niemanden, der Käfer mit seinem Fuß bewusstlos drücken kann.

Eine andere interessante Erfahrung habe ich in Moshi während des Zwischenseminars gemacht. Eines Abends waren wir in einem Pub. Hier in Singida gibt es zwar Bars und Nightclubs, aber verglichen mit den Lokalitäten in der großen Stadt Moshi ist das nichts. In dieser Bar entdeckte ich auf der Getränkekarte ein Getränk namens „Jagamasta“. Schnell wurde klar, was damit gemeint war: klar, der Kräuterschnaps „Jägermeister“ aus Deutschland. Zum einen war ich überrascht einen deutschen Schnaps hier in Tansania zu finden und auf der anderen Seite mit meinen Gedanken schon wieder viel weiter. Wieso steht dort „Jagamasta“ und nicht „Jägermeister“? – Naja, Kiswahili ist nun einmal nicht Deutsch und mir ist bekannt, dass es den „ä“-Laut in dieser Sprache schlicht und einfach nicht gibt. Deutsch ist eine schwere Sprache und Kiswahili-Sprecher benutzen gerne und häufig englische Worte, wenn es beispielsweise kein entsprechendes Wort für das englische Wort im Kiswahili gibt. Meine Erklärung für dieses Ergebnis ist also, dass es wohl einige Tansanis geben muss, die Jägermeister mögen und er deshalb in Pubs angeboten wird. Was den Namen angeht, so wurde aus Jäger „Jaga“, dem fehlenden „ä“-Laut geschuldet, und aus Meister wurde „masta“, was dem englischen „master“ ziemlich nahe kommt. Interessant finde ich aber, dass auf der Getränkekarte nicht die korrekte Bezeichnung für dieses bewusstseinserweiternde Elixier steht sondern Jägermeister so geschrieben wird, wie man es hier ausspricht.
Anmerkung: Benard, mein Bruder, ist in der Lage Jägermeister korrekt auszusprechen. Er wird aber die Ausnahme sein, denn nicht viele Tansanis leben seit Jahren mit Deutschen unter einem Dach und lernen ab und zu ein bisschen Deutsch.
                Das Zwischenseminar haben wir Tansania-, Kenia und Malawifreiwilligen vor ein paar Wochen hinter uns gebracht. Leider. Es war eine super Sache alte Bekannte und Freunde wiederzutreffen, während der Seminareinheiten Erfahrungen auszutauschen und bei 1,2 oder mehr Bier(s) tiefer zu gehen. Für mich persönlich war nicht das Seminar mit seinen Einheiten das Wichtige, sondern vielmehr aus dem Alltag auszubrechen und ein paar Tage mit Landsleuten zu verbringen.
Das soll keinesfalls den Eindruck erwecken, dass ich meine tansanischen Beziehungen nicht schätze, nein, ich liebe sie. Es war nur eine gute Gelegenheit seine Energiereserven wieder aufzuladen und mit neuer Motivation zurückzukehren. Das Essen vor Ort im Hotel schmeckte nach fünf Sternen und war so üppig wie ein ganzer Sternenhimmel.

Eine interessante Anmerkung: Unser sehr verehrter Bundespräsident Joachim Gauck war zur selben Zeit gerade in Arusha, nicht weit entfernt von Moshi. Ein paar Verwechslungen später dachte viele Menschen, die ich kenne, dass der Präsident Deutschlands (also die Kanzlerin) in Arusha war. Als ich also nach dem Seminar wieder in mein Projekt zurückkehrte und am darauffolgenden Tag das Lehrerzimmer betrat, wurde ich gefragt, ob ich mich mit dem deutschen Präsident getroffen habe (Kanzler/in ist hier noch keine durchgedrungene Bezeichnung für den/die Führer/in unserer Nation).
Anscheinend hat sich wohl niemand wirklich Gedanken darüber gemacht, aus welchem Grund ich mich den mit der Angela hätte treffen sollen. Vielleicht werde ich auch nur für viel zu wichtig gehalten ;D
Auf jeden Fall habe ich mich nicht mit der guten Frau getroffen, aus welchem Grund ich das auch immer hätte tun sollen, und das Missverständnis war so schnell vom Tisch wie frische Avocados, die eine Lehrerin als Geschenk mitgebracht hat.
Apropos Geschenk: ein "zawadi" (Geschenk) ist hier sehr üblich, wenn man von einer Reise oder einem Besuch zurückkehrt. Da dachte ich mir also, dass ich die vielen frischen Avocados aus dem Dorf von Gunter (ein Mitfreiwilliger), den wir vor dem Zwischenseminar besucht hatten, ja als Geschenk überreichen konnte. Das käme gut an. Die Avocados kamen aber nicht gut an - nach der Busfahrt waren alle bis auf eine zermatscht. Diese eine bekam die gute Pili, das Hausmädchen der Vermieterin, in deren Wohnkomplex wir auch leben. Wenigstens ein zawadi zugestellt... 


„Jeden Tag raus mit den Jungs treffen“

Vielleicht sollte ich noch ein paar Worte zu meinen tansanischen Beziehungen loswerden:
        Seit kurzem bin ich tief gegangen. Ich bin von meinen Bruder Benard in dessen, zu dieser Zeit mehr oder weniger festen, Freundeskreis eingeschleust worden und fühle mich dort wohl, wie eine Made im Speck. Viele von euch wissen vermutlich, dass wenn es um Musik geht, mein Herz für Rap und HipHop schlägt. Ich meine, ich habe immer schon viel Musik gehört und Rap und HipHop waren die Favoriten. Dann ist aber etwas passiert, was ich mir während der Vorbereitungszeit und in den ersten Monaten nie erträumt hätte: mein Bruder teilt meine Interessen. Seine Freunde und Kumpels tun das auch. Viele seiner Freunde sind selbst Rapper oder Reggae-Dancehall-Sänger. Yes, sir!
Nach kurzer Zeit gingen Benard und ich dazu über, Musik nicht mehr nur zu mögen und zu hören, sondern zu lieben und zu fühlen. Schnell fanden sich Tracks, die man vorher schon mochte, aber man hatte sich nie wirklich Gedanken darüber gemacht hatte, wieso. Wir lernten Musik zu verstehen, unterhielten uns und verglichen die Flows, die Themen und die Vergleiche.
Kurze Zeit später fanden wir uns in unseren Zimmern wieder und schrieben selber Texte. Wir schreiben Texte, treffen uns, unterhalten uns darüber, helfen uns gegenseitig, hören Musik und alles passt. Mittlerweile sind wir eine 7 Mann starke Crew von jungen Männern, mit denselben Interessen und das ist Gold wert!
Schnell waren wir uns einig, dass unsere Musik keine Muttersprache hat. Rap spricht viele Sprachen und so ist es nach nur kurzer Zeit Realität, dass ich auf meinem Handy sowohl tansanischen, kenianischen, südafrikanischen, französischen, amerikanischen, englischen, deutschen, jamaikanischen,… Rap habe. Das Beste in meinen Augen ist aber, dass meine tansanischen Freunde deutschen Rap, HipHop und Reggae hören und ihn lieben und weiterverbreiten. Benards Lieblingstrack ist Sidos „Halt Dein Maul“. Ich sehe das als einen sehr wichtigen Teil des interkulturellen Austausches, der sehr wichtig ist für meinen Freiwilligendienst. Musik , gerade „Conscious Rap“, ist in den Leben derer, mit denen ich auf regelmäßiger Basis verkehre nun einmal ein fester und extrem wichtiger Bestandteil und ich bin dankbar, ihre Leben ein Stück weit bereichern zu können da wir so etwas auch in Deutschland haben. So wie sie meines jetzt schon in hohem Maße bereichert haben.
Ich hatte mir das, was ich jetzt habe ehrlichgesagt nicht einmal erträumen können.

Unser Zuhause und die unserer Leute

               
„Tupo ng’ongo. Ndio, ng’ongo karibu ya bara bara kalalu. Leta soda na karanga!“
(~Wir sind bei den Felsen. Ja, die Felsen nahe der Kalalustraße. Bring Soda und Erdnüsse mit.)
                Die übliche Frage, wenn man Freunde treffen möchte, die schon mal vorgegangen sind. Meine Liebe zu den Felsen habe ich ja in vorigen Einträgen bereits zum Thema gemacht. Es gibt aber Neues. Unser „alter Platz“ wird schon seit einigen Wochen nicht mehr aufgesucht. Seitdem ich das Gefühl habe, wirklich angekommen zu sein in diesem einst fremden Land, haben sich einige Prozesse in Gang gesetzt. Beispielsweise weiß ich jetzt, wo meine Freunde wohnen. Das ist keineswegs vergleichbar mit Deutschland. Meiner Erfahrung nach, also speziell dem Verhaltensmuster meines Freundeskreises entsprechend, trifft man sich nicht bei einem Freund zuhause. Man trifft sich draußen, tut was man zu tun hat und dann trennen sich die Wege in viele Richtungen. Nach dieser kurzen Einführung in meine Realität muss ich anmerken: Ich war bei ein paar Freunden zuhause. Ich kenne ihre Eltern. Eines schönen Abends wurden wir also alle von KP eingeladen. Das war neu. Eines anderen schönen Abends wurden Benard und ich von seinen Eltern zum Essen eingeladen – wow. Wir lernten seine Eltern kennen. Das war neu. Ihr müsst wissen, dass es, nicht verallgemeinernd gesprochen, so ist, dass die Beziehung auf ein anderes Level hebt, wenn man die Eltern des Freundes kennengelernt hat. Wirklich. Eines anderen schönen Abends wurde von der kompletten Crew der Wunsch geäußert, dass sie gerne meine Mama kennenlernen möchten. Wirklich. Leider ist es uns nicht möglich uns in Tansania zu treffen. Persönlich. Versprechen konnte ich dennoch eines: Ich werde meinen Freunden meine Familie via Skype vorstellen.

               
Das Mekka der Jugend a.k.a. So nah an der Geschichte wie ein Zeitreisender

Ein anderer Prozess der in Gang gesetzt wurde ist, dass wir unsere Umgebung seit Kurzen aktiv erkunden. Viele meiner Freunde wurden hier in Singida (Singida = Stadt, StadtDorf) geboren und sind hier aufgewachsen. Folglich kennen sie die Gegend hier wie ihre Hosentasche. So ist es auch nicht erstaunlich, dass sie ein paar „fuckin‘ A!“- Plätzchen kennen. Plätze, die so einzigartig und wunderbar sind, dass ich bald Mülleimer installieren werde, um die Vermüllung dieser Paradiese zu vermeiden. So wandert unser Standart-Aufenthaltsort von Zeit zu Zeit ein Stückchen weiter und andere Felsen werden von der Jugend des Landes besiedelt. Zurzeit sind wir nicht AUF den Felsen angesiedelt sondern vielmehr UNTER und DAZWISCHEN. Genau, wir verbringen Zeit in nicht leicht begehbaren (aber ungefährlichen) „Höhlen“. Damit ihr keinen falschen Eindruck bekommt, weil jeder ein anderes Bild im Kopf haben wird, wenn ich paradiesische Höhle sage, werde ich Bilder anhängen, die Irrtümer vermeiden werden. Das wirklich Interessante ist aber, dass vor langer Zeit genau dort die Vorfahren meiner Freunde gelebt haben. Mir wurde gezeigt, wo sich die Schlafplätze befanden. Mich hat das sofort begeistert! Wow, ich verbringe Zeit an einem Ort, den ich liebe, der dazu noch so geschichtsträchtig ist. Erfahrungen wie diese bedeuten die Welt für mich in diesem Moment.



Alle unsere (bisherigen) Plätze auf, zwischen oder unter den Felsen + unser Haus.


„Ich bin so nah an der Geschichte. Ich lebe die Geschichte.“
                Ich interessiere mich sehr für die lokale Geschichte. Dieser Ort, den ich gerade beschrieben habe, ist aber noch viel geschichtsträchtiger. Nicht genau dieser Ort, nicht die Felsen. Nein, ein paar Meter weiter. Ja, die Straße. Die Straße? – Ja, die Kalalu street.
Lehnt euch zurück und folgt mir aufmerksam: Vor vielen Jahren, als die heutige Kalalu street noch ungeteert war, die Umgebung noch unberührte Natur war und es nur ein einziges Haus an der Sandstraße gab, die aber eine wichtige Verbindungsstraße nach Arusha war. Das Haus selbst war riesig und es hatte ein Untergeschoss – einen Keller. Meiner Erfahrung und Erzählungen meiner Freunde nach gibt es hier so etwas wie Keller nicht. Eine Besonderheit. Nichts Wunderbares, denn was in diesem Haus von Statten ging und was in diesem einzigartigen Keller passierte ist der blanke Horror. Der Besitzer des Hauses, Herr Kalalu, war ein böser Mann, ein Serienmörder. Der Geschichte nach hat er über die Jahre 500 Menschen ermordet. Warum er das tat? – Er war eine Art Geschäftsmann. Sein Konzept war simpel und es machte sich bezahlt: denjenigen Menschen, die er, wie auch immer, in sein Keller beförderte, entzog er das Blut und verkaufte dieses illegal. Was mit den ganzen blutleeren Leichen passierte, weiß keiner so genau...
500 Menschen fanden in seinem Keller einen grausigen Tod. Es bleibt aber eine Frage offen: Wie konnte er über eine so lange Zeit eine so grausig hohe Zahl an Menschen ermorden, ohne entdeckt zu werden? Korruption. Traurig aber wahr. Auch damals schon gab es Korruption im Land und so kam es, dass es Polizeibeamte gab, welche die Realität im Hause Kalalu kannten, aber mit Geld zum Schweigen und Weggucken gebracht wurden. 500 Menschen fanden den Tod und Herr Kalalu war ein gemachter Mann mit Blut an den Händen. Das ist aber noch nicht alles, nein.
Heute sitze ich auf den Felsen und mache mir Gedanken über dieses Stück Geschichte Singidas. Mit einem Blick auf die Erde kann ich sehen, dass die Straße geteert ist. Das Haus steht noch, es wird als eine Art Museum sogar vom Staat finanziell unterstützt. Menschen zogen an die Straße. Sie leben in direkter Nachbarschaft. Es gibt jemanden, der im Hause des einstigen Monsters wohnte und es im Auftrag des Staates bewohnt. Eine Art Museumswächter. Herr Kalalu ist irgendwann gestorben nachdem er floh. Er wurde nicht ermordet. Die Straße ist nach einem grausamen Mörder benannt (auf die Spitze getrieben wäre das deutsche Äquivalent eine (Adolf-) Hitler-Straße - undenkbar in Deutschland).
Ende der Geschichte.

Unser aktueller Platz IN den Felsen und gegenüber das Haus des Monsters (noch ohne Nachbarshäuser)

 Bald bekommt ihr wieder von mir zu hören, wie Lehrer beim Elternabend. Dann noch mehr interessante Stories, mehr Bilder und mehr BOOOOOOM!

Ich glaube sogar, dass der nächste Blog hauptsächlich aus Bildern bestehen wird, da es da echt gute Dinger dabei hat, die ich ein wenig kommentieren werde und die ihr dann mit diesem Blogeintrag hier in Zusammenhang setzen könnt!

Euer János, der genau (↓) hier wohnt!



Welcome to my hood.

1 Kommentar:

  1. Hey mein Großer, ENDLICH wieder eine Gutenachtgeschichte �� ist ja ganz schön was los in deinem Tanland, ich glaube wir müssen uns dringend einen Felsen in den Garten schmeißen, von dem aus, du dann direckt in deine Bude klettern kannst! Hoch genug?��

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